p212915_BZZ-Jahresbericht-25-26_Web - Flipbook - Page 7
«Mein Traum
ist es, einmal
Pro昀椀fussballerin
zu werden.»
Andreina Güntensperger
Sie spielen Fussball bei den U18/U20 Frauen
des FCZ und absolvieren eine Media
matikerinnen-Lehre mit Berufsmatura.
Wann haben Sie entschieden, dass Sie
beides wollen – Lehre und Leistungs
fussball?
Als Kind habe ich Leichtathletik gemacht. Als
mir das nicht mehr gefallen hat, hat mich eine
Freundin fürs Fussballspielen begeistert –
vorher hatte mich das nie interessiert. So
habe ich als Neunjährige mit Fussball spielen
begonnen und mein Traum ist es, einmal Pro
昀椀fussballerin zu werden. Für mich war es gar
kein Thema, mit dem Fussballspielen aufzu
hören. So habe ich die Lehre mit Berufsmatu
ra begonnen. Zwischendurch bin ich schon
manchmal ans Limit gekommen, aber der Plan
ist bis jetzt immer aufgegangen und ich wer
de es noch durchziehen bis Lehrabschluss.
Wie oft trainieren Sie pro Woche und
welche Position spielen Sie?
Wir trainieren fünfmal pro Woche und am Wo
chenende haben wir Match. Ich bin ein Sech
ser, also eine ZentralDefensive Mittelfeld
spielerin.
Arbeit, Berufsschule, Trainings, Matches:
Wie scha昀昀en Sie es konkret, den Überblick
zu behalten?
Mein Tag ist immer gefüllt – mir ist nie lang
weilig. Wenn mir irgendwann einmal langweilig
sein sollte, dann stimmt etwas nicht. Abgese
hen von einem Morgentraining am Donners
tag 昀椀nden die Trainings abends statt. Die
Dispensation fürs Morgentraining konnte ich
vertraglich mit meinem Lehrbetrieb verein
baren. Am Samstag habe ich jeweils Match.
Für die Schule lerne ich meistens am Sonn
tag oder am Mittwochnachmittag nach der
Arbeit. Kolleginnen tre昀昀e ich am Samstag
nach dem Match. Auch meine Familie suppor
tet mich sehr. Mein Mami und mein Grosspapi
schauen jeden Match von mir, mein Papi viele
und mein Bruder auch ab und zu. Zudem holt
mich mein Mami jeweils von den Abendtrai
nings ab, was sehr erleichternd ist.
2025/2026 Jahresbericht BZZ
Fussball ist ein Teamsport. Inwiefern
prägt das Teamdenken auch Ihre Haltung
in der Lehre oder Schule?
Ja. Zurzeit sind wir ein sehr cooles Team und
wir haben auch viel Spass miteinander. Das
gibt Energie für die Arbeit und die Schule.
Was war bisher Ihr härtester Moment – und
was hat Ihnen geholfen, dranzubleiben?
Das Basislehrjahr war sehr intensiv. Wir muss
ten viel lernen und immer wieder Arbeiten
abschliessen. Diese Zeit war sehr stressig.
Ich fand damals auch menschlich den An
schluss nicht so richtig – sowohl bei der
Arbeit als auch im Fussball. Das war eine har
te Zeit. Heute geht es mir super und ich fühle
mich sowohl am Arbeitsplatz als auch in der
Mannschaft und in der Schule sehr wohl.
Name:
Andreina
Güntensperger
Alter: 18
Lehrberuf:
Mediamatikerin EFZ
mit BM
Lehrjahr: 3.
Wohnort:
Uster
Hobby:
Fussball und
Wassersport
Wenn Sie in zehn Jahren zurückschauen:
Was soll diese Zeit für Sie bedeutet
haben?
Ich werde mega viel aus dieser Phase gelernt
haben, zum Beispiel mit stressigen Situatio
nen umzugehen und meinen Tag gut planen
können. Ich werde stolz auf mich sein, dass
ich das so gescha昀昀t habe.
Bei welchem Club möchten Sie als Pro昀椀
fussballerin tätig sein?
Irgendwo im Ausland, denn als Frauenfussbal
lerin kann man nur im Ausland davon leben. In
der Schweiz wäre Pro昀椀fussballerin nur nebenberu昀氀ich möglich.
7