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«Vom Rudersport
habe ich
Disziplin gelernt …»
Lucy Aegler
Name:
Lucy Aegler
Alter: 18
Lehrberuf:
Mediamatikerin EFZ
mit BM
Lehrjahr: 3.
Wohnort:
A昀昀oltern ZH
Hobby:
Rudersport
Sie machen eine Lehre als Mediamatikerin
mit Berufsmatura und betreiben gleich
zeitig Leistungssport als Ruderin bei den
Juniorinnen vom Seeclub Zürich. Wie
scha昀昀en Sie das alles?
Sicher habe ich einen sehr durchgetakteten
Alltag. Ich trainiere acht bis neun Mal pro Wo
che. Das hört sich nach mehr an, als es sich
für mich anfühlt. Es handelt sich um unter
schiedliche Einheiten wie Krafttraining, Mor
gentrainings auf dem Wasser und Ergometer
training. Die Morgentrainings von sechs bis
sieben mag ich gerne, weil ich dann schon
wach bin und oft einen Sonnenaufgang erle
be. Nach den Abendtrainings esse ich etwas,
mache meist noch etwas für die Schule und
gehe dann ins Bett. In intensiven Phasen wie
den QVs oder den Schweizermeisterschaften
ist es eher stressig, aber machbar.
Warum haben Sie sich für die wirtschaft
liche Berufsmatura entschieden?
Nach der Lehre möchte ich wahrscheinlich
studieren. In welche Richtung weiss ich noch
nicht. Aber ich wollte die Berufsmatura unbe
dingt parallel zur Lehre absolvieren, damit ich
nicht nachträglich noch Fächer wie Franzö
sisch nachholen muss.
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Welche Stärken aus dem Sport helfen
Ihnen im Berufsalltag und umgekehrt?
Vom Rudersport habe ich Disziplin gelernt und
die Fähigkeit, auf ein Ziel hinzuarbeiten und
es zu erreichen. Zum Beispiel wusste ich 2024,
dass wir 2025 ein Rennen in Amsterdam hat
ten, an dem ich unbedingt teilnehmen wollte.
Um die notwendige Dispensation vom Unter
richt zu erhalten, musste ich meinen Noten
schnitt auf 5.3 steigern, da meine neue Swiss
OlympicKarte erst Ende März ausgestellt
wurde. Mit eisernem Willen scha昀昀te ich es
rechtzeitig, trotz einer intensiven Trainings
phase vor den Schweizer Meisterschaften.
Umgekehrt habe ich in der Berufslehre viel
über Zeitmanagement und Aufgabenstruktu
rierung gelernt – das wende ich jetzt auch
beim Rudern an. Und meine DesignKompe
tenzen 昀氀iessen ebenfalls ein: Ich habe gehol
fen, TShirts zu kreieren, die Website zu opti
mieren und poste Stories auf Instagram.
Was gibt Ihnen täglich die Kraft, das alles
durchzuziehen?
Natürlich der Rudersport an sich und meine
Kolleginnen im Ruderclub. Wir haben täglich
vor und nach den Trainings viel Spass mit
einander – das motiviert mich extrem. Auch
meine Familie unterstützt und entlastet mich.
Was raten Sie Lernenden, die zögern, ihrer
grossen Leidenschaft nachzugehen?
Wichtig ist eine klare Struktur im Alltag und
Prioritäten setzen. Vor allem im ersten Jahr
musste ich mich von Hobbys wie Klavierspie
len und Pfadi verabschieden – ich kam auf
32 Stunden, und mein Tag hat auch nur 24.
Zudem habe ich vieles optimiert: auf dem
Schulweg lernen, im Unterricht direkt Zusam
menfassungen schreiben. Damit hat man bei
der Prüfungsvorbereitung schon die halbe
Miete.
2025/2026 Jahresbericht BZZ