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«Bei der Arbeit
kommt es nicht
aufs Geschlecht an,
sondern darauf,
was man auf den
Tisch bringt.»
Klesa Hamiti
Klesa, als IT-Supporterin sind Sie für viele
Lernende oft die Erste, an die sie sich bei
einem IT-Problem wenden. Wann haben Sie
gemerkt, dass Sie das besonders gut
können?
Ich habe etwa in der 3. Sekundarschule ge
merkt, dass mir IT gefällt, weil ich Menschen
helfen kann. Meine Lehrperson sagte immer,
wenn jemand Hilfe brauchte: Kannst du vor
beigehen, hilf doch schnell. Da habe ich fest
gestellt, dass mir das Spass macht. Von den
Fachrichtungen war mir ICTFachfrau von An
fang an am liebsten. Mir gefällt das Techni
sche, der Kontakt zu Menschen und dass kein
Tag aussieht wie der andere. Wenn ich jeman
dem helfe, versuche ich immer, mich in mein
Gegenüber hineinzuversetzen und keine
Fachbegri昀昀e zu verwenden. Niemand von uns
ist in allen Bereichen ein Pro昀椀. Ich bin gleich
alt wie die Lernenden und sehe mich wegen
meiner ITKenntnisse nicht als etwas Besse
res. Am meisten kommen Lernende FaBe und
KV zu uns, denn sie haben am wenigsten Er
fahrung mit IT. Oft geht es um Probleme mit
dem Login, der Authenti昀椀zierung oder einem
Passwort.
Wie helfen Sie konkret?
Wenn etwas nicht funktioniert, höre ich zu.
Ich erkläre, weshalb das Problem entstanden
ist und wie man es beheben kann. Oft sind es
Einstellungen, die man ändern muss – für
Laien ist das nicht immer logisch. Wenn ich es
ihnen erkläre, dann wissen sie, was zu tun ist,
wenn es das nächste Mal wieder passiert.
Und wenn sie es vergessen haben, können sie
wieder zu uns kommen. Unsere Türen sind im
mer o昀昀en.
Sie sind seit Lehrbeginn die einzige Frau im
IT-Team des BZZ und behaupten sich dort
2025/2026 Jahresbericht BZZ
sehr selbstbewusst. Wie haben Sie sich
diesen Platz erarbeitet?
Im siebenköp昀椀gen IT-Team am BZZ bin ich tat
sächlich seit Lehrbeginn die einzige Frau,
aber das macht mir nichts aus. Ich war schon
von klein auf selbstbewusst. Bei der Arbeit
kommt es nicht aufs Geschlecht an, sondern
darauf, was man auf den Tisch bringt.
Name:
Klesa Hamiti
Alter: 17
Lehrberuf:
ICT-Fachfrau EFZ
Lehrjahr: 2.
Wohnort:
Zürich
Hobby:
Hip-Hop
Man sagt Ihnen eine schnelle Au昀昀assungs
gabe, Ruhe und Zielstrebigkeit nach. Hilft
Ihnen das in der IT?
Ja, alle drei Merkmale sind in der IT wichtig,
und ich bin froh, dass man mir das anmerkt.
Ich war schon immer zielorientiert, neugierig
und gebe nicht gerne auf. Meine Ruhe schöp
fe ich aus dem Fachwissen. Als ICTFachfrau
bin ich auf der Seite, die weiss, was zu tun ist.
In der IT müssen wir zudem strukturiert arbei
ten und das funktioniert nur mit Ruhe.
Die Informatik verändert sich laufend,
nicht zuletzt durch Künstliche Intelligenz.
Wo sehen Sie sich selbst – oder den Beruf
– in zehn Jahren?
Die Informatik entwickelt sich tatsächlich
sehr schnell. Die KI betrachte ich als wertvol
le Instrumente, die wir verantwortungsbe
wusst einsetzen müssen. Der Mensch wird
immer wichtig bleiben: Probleme lösen und
mit Menschen zusammenarbeiten, das kann
KI nicht ersetzen. In 5 bis 10 Jahren sehe ich
mich als erfahrene ICTFachfrau, vielleicht als
Projektleiterin oder Spezialistin. Mich inter
essiert zum Beispiel Cyber Security sehr. Aber
zuerst werde ich die Lehre abschliessen.
Dann schaue ich weiter.
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