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«Wenn man seine
Berufung gefunden
hat, trägt einen das
durch die Lehrzeit.»
Carla Hollenweger
Name:
Carla Hollenweger
Alter: 21
Lehrberuf:
Fachfrau Betreuung
Kinder EFZ
Lehrjahr: 3.
Wohnort:
Thalwil
Hobby:
Pfadi
Sie leiten seit sechs Jahren die Pfadi
Abteilung Thalwil-Langnau mit 110 Leuten.
Woran merken Sie, dass Ihnen das Leiten
von Gruppen besonders liegt?
Vor allem wenn mir ein Projekt am Herzen
liegt, gehe ich sehr strukturiert vor und re
cherchiere sorgfältig die wichtigsten Punkte.
Zum Beispiel wurde ich in der Kita mit der Auf
gabe betraut, mit meiner Mitlernenden einen
Aus昀氀ug in den Dutti-Park zu organisieren. Ich
habe gerne die Struktur gemacht und notiert,
was es braucht – was wir mitnehmen, einkau
fen, vorbereiten müssen.
Sie gelten als jemand, der gut vernetzt ist
und andere zusammenbringt. Wie zeigt
sich das in Ihrem Betrieb oder in der
Schule – und was braucht es Ihrer Meinung
nach, um das zu können?
Ich bin sehr geduldig und beziehe gerne an
dere Menschen mit ein – auch wenn sie viel
leicht besonders sind oder den Anschluss
nicht 昀椀nden. Wir hatten zum Beispiel in der
Kita ein Mädchen, welches Schwierigkeiten
hatte, den Anschluss zu den anderen Kindern
zu 昀椀nden, und daher manchmal mehr Auf
merksamkeit benötigte. Diese O昀昀enheit habe
ich vom Elternhaus mitbekommen und von
der Pfadi. Seit meinem siebten Lebensjahr bin
ich dabei und habe gelernt, auf andere zu
achten.
Sie betreuen im Beruf und in der Freizeit
Kindergruppen. Welche Charaktereigen
schaften braucht es, um gut führen zu
können?
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In der Kita betreue ich die altersgemischte
Gruppe «Frösche» mit Kindern von 1,5 bis
4 Jahren, in der Pfadi eine Gruppe von Vier
bis Siebenjährigen. Man muss bestimmt sein
und Regeln durchsetzen können, auch wenn
es nicht immer Spass macht. Gleichzeitig
braucht es viel Empathie: um auf Kinder ein
zugehen, aber auch um bei Kon昀氀ikten neutral
zu bleiben und beiden Seiten zu helfen. Etwas
ganz Wichtiges ist auch geduldig zu sein und
Ruhe zu bewahren. In der Kita bin ich bekannt
für meine Ruhe und Geduld und wurde darum
häu昀椀g zu den Babys geholt, wo eine ruhige
Ausstrahlung wertvoll ist.
Lehre mit Berufsschule, bilingualem
Unterricht und Pfadi. Wie haben Sie diese
Zeit gemeistert und was ist Ihr nächstes
beru昀氀iches Ziel?
Am Anfang der Lehre leitete ich in der Pfadi
noch in der Wolfstufe jeden Samstag – das
war zu viel, weshalb ich zur Biberstufe wech
selte, die nur jeden zweiten Samstag Pfadiak
tivität hat. Kurz vor Lehrabschluss war es
dann doch noch einmal hektisch. Ich musste
die Abschlussprüfungen vorbereiten und in
der Pfadi hatten wir gleich drei Anlässe:
P昀椀ngstlager, Chilbi-Stand und Zeitungssamm
lung. Letztlich ist alles gut aufgegangen. Ich
strebe eine Stelle in einem Hort oder als Klas
senassistenz an, denn ich möchte Kinder
gärtnerin werden und nach zwei Jahren Pra
xis an die Pädagogische Hochschule.
Was würden Sie einer jüngeren Person
sagen, die unsicher ist, ob sie Lehre,
Berufsschule und Hobby unter einen Hut
bringt?
Ich habe schon einmal eine Drogistenlehre
angefangen. Es war zu streng und nicht das
Richtige für mich. Mit dem Wechsel zur FaBe
Lehre merkte ich: Ich bin am richtigen Ort.
Dieses Gefühl hat mich motiviert und mir auch
in intensiven Zeiten geholfen. Wenn man sei
ne Berufung gefunden hat, trägt einen das
durch die Lehrzeit, denke ich.
2025/2026 Jahresbericht BZZ